Mission Olympia: Essen, schlafen, rudern

Zufrieden ist Österreichs Leichtgewichts-Doppelzweier noch lange nicht

„Glaubt mir Jungs, ihr werdet nach dem Training jetzt immer sehr, sehr müde sein.“ So klingt das Versprechen von Österreichs Ruder-Headcoach Carsten Hassing an seine Schützlinge Bernhard und Paul Sieber.

„Wir werden alles umsetzen, was der Trainer von uns verlangt, wir werden lernen unseren schnellen Rennschlag bei allen Bedingungen zu fahren, egal ob wir müde sind, der Wind bläst oder die Wellen gegen unser Boot schlagen. Wenn es sein muss mit der Brechstange. Essen, schlafen, rudern – sonst nichts“, klingt das Mantra von Schlagmann Bernhard Sieber.

Es ginge um die perfekte Synchronisation der beiden Schwungkörper im Boot, sagt Bernhard Sieber – er und sein Bruder Paul im Einklang: „Die ersten 1000 Meter im Vorlauf von Poznan war das Beste, was wir bislang gerudert sind, da waren wir an der Spitze dran. Diesen gemeinsamen Schlag müssen wir 2000 Meter lang durchziehen.“

„Bis sich perfekte Harmonie einstellt, kann es manchmal dauern“, philosophiert Paul Sieber. „Das haben wir letztes Jahr eindrucksvoll in Brasilien erleben können. Gemeinsam waren wir an der Stelle an dem der Amazonas so zu sagen geboren wird, dem Encontro das Aquas. Zwei vollkommen unterschiedliche Flüsse in Farbe, Temperatur und Fließgeschwindigkeit treffen aufeinander und erst nach einigen Kilometern vermischen sie sich und werden zum riesigen Amazonas.“ Eine Allegorie für die Brüder, die in einem Boot sitzen und sich den Traum von Olympia erfüllen.