MIT SECHS AKTIVEN BEI OLYMPIA

Sofia Polcanova hat es über ihre gute Weltranglistenplatzierung zu Olympia geschafft (Fotocredit: Agentur Diener).

In einem elitären Kreis

Nachdem Liu Jia ihr Olympiaticket beim europäischen Qualifikationsturnier in Halmstad ihr Olympia-Ticket gelöst hatte, sicherten sich Stefan Fegerl, Robert Gardos und Sofia Polcanova ihren Startplatz in Rio über die Weltranglistenplatzierung. Ausschlaggebend war eine nach dem Mai-Ranking erstellte spezielle Olympia-Rangliste, bestehend aus den beiden bestplatzierten Akteuren pro Nation, abzüglich jener, die sich das Olympia-Ticket bereits über die diversen Qualifikationsturniere sicherten. Aus den verbleibenden Spielern und Spielerinnen erhielten jeweils die besten 22 einen Startplatz. Sofia Polcanova holte sich als 17. dieser Liste den zweiten österreichischen Einzelplatz der Damen, bei den Herren sicherten sich Stefan Fegerl als 11. und Robert Gardos als 16. ebenfalls das olympische Einzelticket über dieses Kontingent.

Bis 20. Mai haben die nationalen Olympischen Komitees nun eine Frist, die Teilnahme der qualifizierten Athleten zu bestätigen. Anschließend veröffentlicht der Internationale Tischtennis Verband (ITTF) eine Liste der 16 startberechtigten Teams. Als Nummer 9 bei den Herren bzw. Nummer 12 bei den Damen der entsprechenden Team-Rangliste sind den Österreichern auch diese Startplätze nicht mehr zu nehmen. Eine entscheidende Voraussetzung war allerdings, über zwei Starter in den Einzelbewerben zu verfügen.

Mit zwei Damen und Herren im Einzel sowie beiden Teams stellt der ÖTTV damit ebenso wie in London 2012 das Maximalkontingent pro Nation. War man 2012 neben Deutschland die einzige Nation Europas, der dies gelungen ist, teilt man sich in Brasilien diese Ehre nach derzeitigem Stand noch mit Portugal und Schweden.

ÖTTV-Präsident Hans Friedinger: “Wie sind selbstverständlich stolz, zum zweiten Mal in Folge mit dem größtmöglichen Aufgebot zu den Olympischen Spielen reisen zu können. Der Umstand, dass wir uns drei Startplätze über die ausgezeichnete Weltranglistenposition sichern konnte, untermauert auch die Tatsache, dass unsere Teams in den vergangen Monaten und Jahren ausgezeichnet gearbeitet haben."

Glücklich und zufrieden zeigte sich auch Stefan Fegerl: "Olympia ist ein absoluter Karriere-Höhepunkt. Man arbeitet lange Zeit auf dieses Event hin, wenn man sich dann qualifiziert, ist das natürlich ein super Gefühl."