Noch 46 Tage bis Olympia

Die nächsten Wochen sind entscheidend

Schnellste Zeit auf den letzten 500 Metern, nur 1,27 Sekunden Rückstand Bronze: das sind die Fakten zu Rang 5 am Malta-See in Poznan. „Dafür, dass es eines meiner schlechteren Rennen war, ist das Ergebnis echt okay“, sagte Magdalena Lobnig nachdem der erste Ärger („Nach dem verpatzten Startschlag, hat mein Timing nie richtig gestimmt, deshalb konnte ich den Speed nicht hoch halten – ärgerlich!“) über das Finale verraucht war.

„Kim (Anm. Brennan, vor ihrer Hochzeit hieß sie Crow) rudert in einer anderen Liga. Dann kommt Emma (Anm. Twigg) und danach kommen wir, ein Paket von Ruderinnen, die wir um Platz 3 raufen“, so beschreibt die Heersportlerin die derzeitige sportliche Situation in ihrer Bootsklasse. „Für mich ist das ein besonderer Trainingsanreiz. In den kommenden Wochen werde ich mich daheim im Ruderzentrum in Völkermarkt voll darauf konzentrieren.“

Ein Angebot eines gemeinsamen Trainingslagers in Slowenien mit der Neuseeländerin Emma Twiggs, das die Kärntnerin in den Vorjahren schon zweimal angenommen hatte, lehnte Lobnig diesmal ab. „Ich weiß selber sehr gut, was ich jetzt machen muss, um schnell zu sein. Daheim in Völkermarkt habe ich alle Voraussetzungen dafür, da muss ich mich nicht an fremde Trainingspläne oder Einheiten anpassen.“

Trainer Kurt Traer, der am Montag seinen 40. Geburtstag feiert, hat für die letzten Wochen vor Rio schon ein genau auf seinen Schützling abgestimmtes Programm vorbereitet. „Die nächsten Wochen bis Olympia sind entscheidend. Wenn alles gut läuft, kann Magdi noch die eine oder andere Sekunde schneller werden.“